Wie finanziere ich eine Weltreise?

Wer denkt, eine Weltreise ist nur was für die Geissens dieser Welt liegt falsch. Auch der Ottonormalverbraucher kann sich das leisten, wenn man ein paar Dinge beachtet. Hier sind unsere Tipps für die Finanzierung einer Weltreise.

 

Richtig (viel) sparen

Leichter gesagt als getan, aber auch nicht so schwer. Als erstes haben wir alle Verträge gekündigt, die wir im nächsten Jahr nicht mehr nutzen können  (Handyvertrag, Fitnessstudio, etc.). Dann hatten wir die Möglichkeit zurück zu unseren Eltern zu ziehen. Das bedeutete nicht nur, dass wir die Miete einsparen konnten, sondern auch das die Kosten wie Strom, GEZ und Ausgaben für den Haushalt wegfielen. Auch Ausgaben für Essen minimierten sich schlagartig, da es zum einen immer einen vollen Kühlschrank gab und zum anderen haben wir uns öfter Essen für die Arbeit vorbereitet. Ein Tipp, der sich besonders zu Weihnachten bewährt hat: Geschenke selber machen. Das kostet weniger Geld, dafür zwar meistens etwas mehr Zeit, aber die Beschenkten sind meist noch glücklicher. Zudem haben wir für Alltagsaktivitäten Alternativen gesucht. Freunde haben wir öfter nach Hause eingeladen, als Essen zu gehen. Theater kostet uns als junge Leute ungefähr die Hälfte vom Kinopreis und ist auch ein Erlebnis. Spieleabende sind sowieso genau unser Ding, das haben wir dann viel öfter genutzt.

Einen Nebenjob annehmen

Wir arbeiten im Schichtdienst und haben keine festen Arbeitszeiten, sodass es sich sehr schwer gestaltete, einen flexiblen Nebenjob zu finden. Trotzdem gibt es auch für uns Möglichkeiten, was nebenbei zu verdienen. Wir arbeiten nebenbei als Dozenten an einer Rettungsdienstschule. Aber auch Klassiker wie Nachhilfe, Putzen oder Kellnern bringen gutes Geld. Ganz flexible Arbeitszeiten bieten Internetumfragen, leider aber meist nur Gutscheine. Aber auch auf http://komparse.de/ gibt es immer was zu verdienen und obendrein macht man interessante Erfahrungen.

Spardosen aufstellen

Das war das Erste, was Marie sich gekauft hat, als wir beschlossen hatten, eine Weltreise zu machen. Alles Bargeld, was wir geschenkt bekommen haben (hier mal ein 5er von Oma, da mal ein 5er von Mama), verdient haben (Trinkgeld etc), oder einfach übrig war und lästig im Portmonnaie war (vor allem auch die bronzenen Münzen), sind da reingewandert.

Ein separates Konto eröffnen

Aus den Augen, aus dem Sinn. Das gilt auch für Konten. Wir haben ein separates Konto eröffnet, auf dem wir Anfang des Monats einen Festbetrag überwiesen haben. So hat man alles gesichert (vor sich selbst) und zusätzlich immer einen Überblick.

Ziele setzen

Apropos Überblick. Wir haben uns ein Ziel gesteckt und ein Datum festgelegt, bis wann wir dieses erreicht haben wollen (bis zum 30.8.2017 10.000 Euro). Dann haben wir ausgerechnet, wie viel wir pro Monat ungefähr zurücklegen müssen, um das Ziel zu erreichen. So haben wir klare Verhältnisse geschaffen und uns immer wieder kleine Ziele gesetzt.

Geburtstage/ Weihnachten

Lasst euch beschenken! Durch Geburtstage und Weihnachten konnten wir 700 Euro sparen. Rucksack, Kamera und viele Kleinigkeiten haben wir uns schenken lassen. Um allen die Suche zu vereinfachen, haben wir eine Amazon-Wunschliste erstellt oder genauer gesagt, was wir uns wünschen und wo man es kaufen kann.

Alles muss raus

Alle Dinge, die wir nicht in den Rucksack packen können, haben wir versucht zu verkaufen. Mit einer Freundin haben wir einen Flohmarkt veranstaltet, um Kleinkram loszuwerden. Fazit der Aktion: Wenn du noch Schleichpferde hast, kannst du reich werden. Kleidung geht nicht so gut weg, besser verkauft sich die online auf Kleiderkreisel oder ähnlichem. Hat man allerdings ausgefallene Sachen (zb einen lebensgroßen Haribobären) zu verkaufen, ist der Flohmarkt genau der richtige Ort. Fernseher, Kaffemaschine, Sofa und Bett sind wir über Ebay-Kleinanzeigen los geworden. Uns hat beim Aussortieren die Richtlinien „Haben wir es in den letzten 3 Monaten gebracht? Hängen besondere Erinnerungen daran? Nehmen wir es mit auf Weltreise?“ geholfen, nicht zu schummeln. Und so haben wir nicht nur Geld verdient, sondern sind auch viel unnötigen Kram losgeworden.

Mit ein bisschen Disziplin und seinem Ziel vor Augen (hängt euch die Weltkarte ruhig direkt vors Gesicht) bekommt man seine Zielsumme gut zusammen. Wir haben natürlich auch ein, zwei Mal versucht Lotto zu spielen, aber für uns gilt wohl eher: Pech im Spiel, Glück… ach ihr wisst, was ich meine.

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