Taiwan Foodguide- Probieren geht über Studieren

ESSEN in TAIWAN: Probieren geht über Studieren

Die taiwanesische Küche hat es uns wirklich nicht einfach gemacht. Ohne irgendwelche Sprachkenntnisse war es oft schwer die Speisekarten zu lesen. Eigentlich unmöglich: Wir empfehlen daher entweder sich a) eine SIM-Karte mit Internet zuzulegen (8GB kosten 10 Euro) oder sich b) mit Taiwanesen anzufreunden (z.B über Couchsurfing). Wobei „b“ die eindeutig bessere Möglichkeit ist. Verpassen sollte man auf keinen Fall:

1. Fried Chicken/Fried Mushrooms: Klingt als könnte man es überall in Asien bekommen, aber nirgendwo schmeckt das Frittierte so gut wie in Taiwan: wegen der einzigartigen Gewürzmischung. Nicht verpassen! Es gibt extra Fried- Läden, in einen kleinen Korb legt man das, was man gerne fritert haben möchte. (Aber Achtung: jedes Teil steht für eine Portion, also legt euch nicht 10 Chickenstücke in den Korb, sonst habt ihr am Ende 100)

2. Hotpot: Hotpot gibt’s in allen Variationen (uns hat besonders die Ginger-Duck-Variante gefallen). Es erinnert etwas an Fondue, in der Mitte steht ein großer Topf mit kochender Flüssigkeit (Je nach gewählter Geschmacksrichtung). Dann werden von Gemüse, Fleisch, getrocknetem Brot alles hineingeworfen. Es lohnt sich Hotpot mit Einheimischen zu machen: Ab 6 Personen geht der Spaß nämlich erst richtig los und man kann wild durcheinander probieren.

3. Backwaren: Die Taiwanesen sind große Meister im Backen, aber nur süß. Geht auf jeden Fall in eine Bäckerei (manche spielen sogar sehr gerne deutschen Schlager)

4. Bubbletea: Können wir nicht ausstehen, aber die Taiwanesen sind verrückt danach, vielleicht findet Ihr ja auch gefallen daran.

5. Mr. Steak: Das Steak (oder Fisch) wird auf einer brennend heißen Platte zum Tisch gebracht, meist mit Pilzsoße und Nudeln als Beilage. Dazu gibt es meistens Suppe und Getränke gratis.

6. Minced Pork with rice: Ein kleines Essen was sehr satt macht und sehr lecker ist.

7. Sweet Beansoup: Grüne, rote, dicke Bohnen in Zuckerwasser. Klingt komisch, ist es auch. Bohnen werden hier nur zum Nachtisch gegessen. Unser Geschmack ist es nicht so, aber man sollte es mal probiert haben.

8. Shaved Eis: Unsere Alternative als Nachtisch: Eis wird vom Eisblock gekratzt und dann mit Syrup versüßt und Geschmack hinzugefügt.

9. Beefnoodlensoup: Maries Highlight (auch in der vegetarischen Variante): Eine Suppe mit meist selbstgemachten Nudeln, Gemüse und optional Beef. Die Suppe selbst schmeckt etwas nach Ochsenschwanzsuppe mit chinesischen Gewürzen.

10. Cafeteria/Lunchbox: Das Konzept ist einfach: Packe Dir auf den Teller oder in deine Box, was lecker aussieht. Man hat die Auswahl zwischen Fleisch, Fisch, Gemüse. Dazu bekommt man Reis. Günstig und man kann sehen was man kauft. Für uns eine gute Alternative zum teuren Essengehen.

11. Oysterpancake: eine Spezialität, vor allem im Westen Taiwans. Wer Muscheln mag, findet hier eine richtige Delikatesse.

12. Dim Sum: kleine Teigtaschen, gefüllt mit Pork und/oder Gemüse, in allen Formen, gebraten, oder gekocht. Wir haben sie selbst gemacht. Super lecker!

13. Gekochte Auswahl in Suppe: Die gleichen Shops, die es in der Fried Variante gibt, gibt es in einer (wesentlich gesünderen )Variante. Die ausgesuchten Teile werden gekocht und (wie fast alles in Taiwan) in eine Suppe gelegt.

14. Steamed bun: Ein süßes Brötchen mit salzige Füllung (Gemüse oder Schweinefleisch), wird meist am Morgen zum Frühstück verkauft. Sehr lecker und sättigend.

15. Tee: Die leckersten, süßesten, erfrischensten, fruchtigsten Tees gibt es hier. In allen Varianten, einfach mal durchprobieren. Unter der breiten Teeauswahl leidet die Kaffeeauswahl: den Kaffee zum besten Preis/Leistungsverhältnis haben wir bei McDonalds gefunden.

Natürlich erwartet einen in Taiwan noch viel mehr: vor allem die Nachtmärkte bieten vieles (aus unserer Sicht auch Kurioses) an. Von Bloodcake (der Name ist Programm) über süße Kirschtomaten (wer denkt sich sowas aus?!). Grundsätzlich kann man sagen, dass viel mit Schweinefleisch und Hühnchen gekocht wird. Wer weiß, wo er hin muss, findet fantastisches und vor allem gesundes Essen. (Es gibt sehr viele Restaurants, weil der durchschnittliche Taiwanese nicht kocht.) In Taiwan gilt aber vor allem : Probiert einmal alles! Lasst Euch auf die taiwanesische Küche ein, ihr werdet überrascht sein, vor allem positiv!

Guten Appetit!

Wie finanziere ich eine Weltreise?

Wer denkt, eine Weltreise ist nur was für die Geissens dieser Welt liegt falsch. Auch der Ottonormalverbraucher kann sich das leisten, wenn man ein paar Dinge beachtet. Hier sind unsere Tipps für die Finanzierung einer Weltreise.

 

Richtig (viel) sparen

Leichter gesagt als getan, aber auch nicht so schwer. Als erstes haben wir alle Verträge gekündigt, die wir im nächsten Jahr nicht mehr nutzen können  (Handyvertrag, Fitnessstudio, etc.). Dann hatten wir die Möglichkeit zurück zu unseren Eltern zu ziehen. Das bedeutete nicht nur, dass wir die Miete einsparen konnten, sondern auch das die Kosten wie Strom, GEZ und Ausgaben für den Haushalt wegfielen. Auch Ausgaben für Essen minimierten sich schlagartig, da es zum einen immer einen vollen Kühlschrank gab und zum anderen haben wir uns öfter Essen für die Arbeit vorbereitet. Ein Tipp, der sich besonders zu Weihnachten bewährt hat: Geschenke selber machen. Das kostet weniger Geld, dafür zwar meistens etwas mehr Zeit, aber die Beschenkten sind meist noch glücklicher. Zudem haben wir für Alltagsaktivitäten Alternativen gesucht. Freunde haben wir öfter nach Hause eingeladen, als Essen zu gehen. Theater kostet uns als junge Leute ungefähr die Hälfte vom Kinopreis und ist auch ein Erlebnis. Spieleabende sind sowieso genau unser Ding, das haben wir dann viel öfter genutzt.

Einen Nebenjob annehmen

Wir arbeiten im Schichtdienst und haben keine festen Arbeitszeiten, sodass es sich sehr schwer gestaltete, einen flexiblen Nebenjob zu finden. Trotzdem gibt es auch für uns Möglichkeiten, was nebenbei zu verdienen. Wir arbeiten nebenbei als Dozenten an einer Rettungsdienstschule. Aber auch Klassiker wie Nachhilfe, Putzen oder Kellnern bringen gutes Geld. Ganz flexible Arbeitszeiten bieten Internetumfragen, leider aber meist nur Gutscheine. Aber auch auf http://komparse.de/ gibt es immer was zu verdienen und obendrein macht man interessante Erfahrungen.

Spardosen aufstellen

Das war das Erste, was Marie sich gekauft hat, als wir beschlossen hatten, eine Weltreise zu machen. Alles Bargeld, was wir geschenkt bekommen haben (hier mal ein 5er von Oma, da mal ein 5er von Mama), verdient haben (Trinkgeld etc), oder einfach übrig war und lästig im Portmonnaie war (vor allem auch die bronzenen Münzen), sind da reingewandert.

Ein separates Konto eröffnen

Aus den Augen, aus dem Sinn. Das gilt auch für Konten. Wir haben ein separates Konto eröffnet, auf dem wir Anfang des Monats einen Festbetrag überwiesen haben. So hat man alles gesichert (vor sich selbst) und zusätzlich immer einen Überblick.

Ziele setzen

Apropos Überblick. Wir haben uns ein Ziel gesteckt und ein Datum festgelegt, bis wann wir dieses erreicht haben wollen (bis zum 30.8.2017 10.000 Euro). Dann haben wir ausgerechnet, wie viel wir pro Monat ungefähr zurücklegen müssen, um das Ziel zu erreichen. So haben wir klare Verhältnisse geschaffen und uns immer wieder kleine Ziele gesetzt.

Geburtstage/ Weihnachten

Lasst euch beschenken! Durch Geburtstage und Weihnachten konnten wir 700 Euro sparen. Rucksack, Kamera und viele Kleinigkeiten haben wir uns schenken lassen. Um allen die Suche zu vereinfachen, haben wir eine Amazon-Wunschliste erstellt oder genauer gesagt, was wir uns wünschen und wo man es kaufen kann.

Alles muss raus

Alle Dinge, die wir nicht in den Rucksack packen können, haben wir versucht zu verkaufen. Mit einer Freundin haben wir einen Flohmarkt veranstaltet, um Kleinkram loszuwerden. Fazit der Aktion: Wenn du noch Schleichpferde hast, kannst du reich werden. Kleidung geht nicht so gut weg, besser verkauft sich die online auf Kleiderkreisel oder ähnlichem. Hat man allerdings ausgefallene Sachen (zb einen lebensgroßen Haribobären) zu verkaufen, ist der Flohmarkt genau der richtige Ort. Fernseher, Kaffemaschine, Sofa und Bett sind wir über Ebay-Kleinanzeigen los geworden. Uns hat beim Aussortieren die Richtlinien „Haben wir es in den letzten 3 Monaten gebracht? Hängen besondere Erinnerungen daran? Nehmen wir es mit auf Weltreise?“ geholfen, nicht zu schummeln. Und so haben wir nicht nur Geld verdient, sondern sind auch viel unnötigen Kram losgeworden.

Mit ein bisschen Disziplin und seinem Ziel vor Augen (hängt euch die Weltkarte ruhig direkt vors Gesicht) bekommt man seine Zielsumme gut zusammen. Wir haben natürlich auch ein, zwei Mal versucht Lotto zu spielen, aber für uns gilt wohl eher: Pech im Spiel, Glück… ach ihr wisst, was ich meine.