Fortbewegung- Wie reisen wir?

Lange haben wir mit dem Gedanken gespielt ein Round-The-World-Ticket zu buchen. Da wir uns aber weder auf eine Reisezeit noch Ziele festlegen konnten, wackelte der Plan. Und nachdem wir uns mal ein Stündchen Zeit genommen haben und mal ein Round-The-World-Ticket in Preis-Leistung mit einem selbst zusammengestellten Ticket verglichen haben, wurde schnell klar, dass wir individuell reisen werden. (Wenn ihr Interesse habt, stelle ich den Vergleich gerne mal dar). Ausschlaggebend war für uns nicht nur der finanzielle Aspekt, sondern vor allem die vollkommene Flexibilität. So können wir reisen, wie es für uns am besten ist, an Orten bleiben oder früher abreisen je nach Lust und Laune und auch mal die Fahrtrichtung ändern (Beim RTW-Ticket lässt sich nur in eine Richtung reisen).

Nicht nur über den Wolken ist die Freiheit grenzenlos.

 


Wir wollen versuchen, wenig den Flieger zu besteigen und öfter mal auf
Bus, Bahn und Tuktuk umzusteigen. Vor allem in Südostasien und Südamerika soll das kein Problem sein. Marie kann eh beim Busfahren am besten schlafen. Auch das Meer muss man nicht zwingend überfliegen. Es gibt viele andere Möglichkeiten, z.B. als Skipper, auf Kreuzfahrtschiffen und Containerschiffen (indem man dort arbeitet zb.) Die Kosten werden so gering und das Abenteuer groß gehalten. Einen Roadtrip durch Canada oder USA mit einem gekauften oder gemieteten Auto wäre natürlich auch der Hammer, mal sehen was so geht. Wir werden definitiv berichten.

Impfung- der kleine Piecks


Gesundheit geht vor, auch auf Reisen. Und wenn es schon so einen einfachen Schutz gibt, eben nur einen kleinen Pieks, so finden wir, sollte man den auch nutzen.

Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Wir wollen hier keine medizinischen Tipps geben, ein gutes Gespräch zum Thema Reiseimpfungen mit dem Hausarzt ist durch nichts zu ersetzten. Eine gute Vorbereitung auf das Gespräch ist nur zu empfehlen. Wir haben uns im Vorfeld im Internet informiert, wo welche Impfungen benötigt werden und ob es Risiken zu besprechen gibt. Die meisten Krankheitsbilder lesen sich wie Horrorgeschichten, von A wie Aua bis Z wie ziemlich tot ist alles dabei, da fiel die Entscheidung zum Impfen nicht schwer. Im Gespräch mit dem Arzt wurden alle diese Punkte erörtert und im Endeffekt gab es dann ein Rezept für folgende Impfungen:

Japanische Enzephalitis(nicht alle Hausärzte impfen sie, viele verweisen auf ein Tropeninstitut)

Typhus

Tollwut

Menigokokken

Hepatitis A und B sind wir durch den Job schon geimpft worden.

Malaria ist eine Schluckimpfung, da werden wir uns genug Tabletten einpacken.

Gelbfieber muss beim Tropeninstitut geimpft werden.

Der beste Zeitpunkt für die Impfung ist ca. 8 Wochen vor Reisebeginn, die Impfstoffe lassen sich aber 9 Monate im Kühlschrank lagern. Daher habe ich mir schon 6 Monate vorher die Impfstoffrezepte geben lassen, es dauert manchmal ein bisschen bis alles da ist. Für alle Impfungen zusammen musste ich 3x zum Hausarzt und einmal zum Tropeninstitut. Für die Japanische Enzephalitis bedarf es zwei Impfungen (Tag 1 und Tag 28) und für die Tollwutimpfung musste ich dreimal zum Hausarzt (Tag 1, 7 und 28), also hat das Impfen insgesamt 28 Tage gedauert.

Nebenwirkungen haben sich bei uns keine gezeigt, bis auf einen schweren Arm.

Jetzt zu den Kosten: Als ich das Rezept abgeben habe, warnte die Apothekerin mich schon vor. Aber als dann 469,60 Euro auf dem Kassenbon standen, musste ich schon schlucken. Zum Glück sind wir beide bei der Techniker Krankenkasse, die haben bis auf 30 Euro alles zurückerstattet. Und das Rezepteinreichen ging super einfach via Internet. Einfach einscannen und Geld zurück. JUCHU!

Günstige Flüge finden

Wie findet man den wirklich günstigsten Flug?

Wenn wir Flüge buchen, achten wir immer auf folgende 5 Punkte:

Buchungszeit

Suche Dir eine Zeit zum buchen aus, in der die meisten arbeiten. Du kannst feststellen, dass Flüge Sonntag abends teurer sind (alle denken vor Montag daran, wie schön es wäre in den Urlaub zu fahren, anstatt morgen zur Arbeit zu müssen), also zum Beispiel dienstags um 11 Uhr.

Buchungsort

Suche Dir eine gute Suchmaschine aus, mit der du gut zurechtkommst. Wir empfehlen Skyscanner, gerade für Weltreisende, die flexibel in Ort und Zeit sind. Dort gibt es nämlich die Funktion „Zeige mir den günstigstens Flug“ von deinem gewünschten Ziel aus. Ansonsten finden wir auch Booking.com super, da dort alles übersichtlich aufgelistet ist.

Buchungstarnung

Tarne Deine Suche. Ist Dir schonmal aufgefallen, dass Dein Flug teurer wird, umso öfter Du danach suchst? Das liegt daran, dass Deine Suche gespeichert wird und dann der Preis angehoben. Deshalb unser Tipp: Nutze den Inkognito-Tab.

Buchungsfreiheit

Möchtest Du Langstrecke fliegen, und bist zeitlich flexibel, lohnt es sich, auch mal zu gucken, ob Du Deine Stopps nicht so ausbauen kannst, dass Du mehr Ziele für das gleiche Geld sehen kannst. Schaue, ob Du Deine Stopps verlängern kannst oder suche Dir die Verbindungen selber zusammen.

Buchungsrückerstattung

Kommt es zu Verspätungen, ist es einfacher als man denkt, sich den Flugpreis erstatten zu lassen. Dafür kannst Du Dich vorher bei der jeweiligen Airline informieren.

Work & Travel: Geld verdienen während der Reise

 

Während einer Weltreise zu Arbeiten? Es kann sich wahrscheinlich nicht jeder mit dieser Idee anfreunden. Für uns ist das jedoch die Möglichkeit, unsere Reise zu verlängern. Und folgende Möglichkeiten haben sich da für uns aufgetan.

Work and Travel- Visum

Der Klassiker. Vor allem gut umsetzbar in Australien und Neuseeland. Entweder man nimmt eine Tätigkeit an, in der man Vorkenntnisse hat (für uns der Rettungsdienst) oder aber einfache Arbeiten, die angeboten werden. Besonders beliebt: Kiwis pflücken, Schafe scheren, Animateur. Wir hoffen natürlich, dass wir in unserem Bereich einsteigen können, weil der Verdienst natürlich höher ist, als bei einfachen Arbeiten. Aber wir sind auch offen für Neues, um ehrlich zu sein, würde ich sehr gerne lernen, wie man Schafe schert. Damit sind die Möglichkeiten bares Geld in einem Land zu verdienen aber auch schon fast erschöpft. Klar, auch in Ländern, die kein Visum anbieten, könnte man sich schwarz was dazu verdienen. Aber davon raten wir ab. Zum einen, weil man nicht weiß, welche Strafe auf Schwarzarbeit steht und zum anderen, weil wir finden, dass man den Leuten, gerade in armen Ländern, nicht die Jobs wegschnappen soll. Wir arbeiten ja schließlich nicht fürs nackte Überleben

WOOFING oder Workaway

Es gibt aber eine Möglichkeit das Problem zu umgehen. Und zwar Arbeiten für Kost und Unterkunft. Auf der Seite https://www.workaway.info/ finden sich super interessante Übernachtungsmöglichkeiten und noch bessere Projekte, an denen man mitwirken kann. (Sobald wir workaway in Anspruch nehmen, wird es einen Erfahrungsbericht geben). Woofing http://wwoofinternational.org/ hat das gleiche Prinzip, die angebotene Arbeit bezieht sich aber größtenteils auf Farmarbeit.

Couchsurfing

Damit lässt sich zwar nichts verdienen, aber gut sparen. Auf https://www.couchsurfing.com/ kann man bei Locals zu Hause übernachten und hat nicht nur einen Schlafplatz umsonst, sondern eventuell auch neue Freunde gewonnen.

Online Geld verdienen

Füße im Sand, Laptop aufm Schoß und dabei schnell bares Geld verdienen. Davon träumen wir doch alle. Aber tatsächlich ist es doch mehr eine Illusion, als Realität. Hier aber ein paar Tipps, wie man mit etwas Zeit doch an ein paar Moneten kommen kann. Zum einen Onlineumfragen: das Angebot gibt es immer wieder. Es dauert ca. 30 Minuten und dafür bekommt man Punkte gutgeschrieben. Diese kann man dann entweder in Gutscheine verwandeln oder je nach Anbieter auch direkt auszahlen lassen. Allerdings ist der Zeitaufwand sehr hoch, wir finden es eher eine unangenehme Arbeit und der Gewinn ist nur gering. Zum anderen mit Youtube oder einem Blog Geld verdienen: Geht natürlich, aber benötigt viel Zeit und Liebe. Oder aber ihr fragt mal bei Eurem Arbeitgeber nach, ob es nicht auch was gibt, was man online von unterwegs erledigen könnte (wir zum Beispiel kontrollieren die Onlinekurshefte von Schülern), was dann vielleicht einmal im Monat einen Tag Zeit beansprucht, aber auch rechtmäßig vergütet wird. Wenn ihr gut mit Wörtern könnt und gerne schreibt, dann schickt doch Initativ-Artikel an Zeitungen (gerade Fachzeitschriften). Seit ihr auf dem Finanzgebiet bewandert, könnt ihr mit Trading oder mit Aktien an der Börse Geld verdienen (doch VORSICHT! man kann da auch sehr viel verlieren und sollte sich damit auskennen)

FAZIT

Die beste Möglichkeit finden wir das Work and Travel- Visum oder Workaway. Wir finden, dass man Land und Leute besonders gut kennen lernt, wenn man mit oder für sie arbeitet. Und wer will schon die ganze Zeit vorm Laptop sitzen und Umfragen machen, wenn er auch vor einer Kuh sitzen kann, um melken zu lernen. Probiert doch mal was ganz neues aus! Vielleicht entdeckt ihr eine neue Leidenschaft, während ihr Geld verdient.

5 Dinge, auf die wir beim Backpack kaufen geachtet haben

 

  1. Lasse Dich in einem Laden beraten

Wir waren bei uns im Globetrotter-Outlet und haben uns dort beraten lassen. Die Mitarbeiter haben sich wirklich viel Zeit und Mühe gegeben, um einen Backpack, der unseren Wünschen entspricht zu finden. Und ihn dann direkt anzupassen. Und ein paar Tipps und Tricks für die Rücksäcke, das Backpacken, Reisen und Weisheiten fürs Leben gabs gratis dazu.

  1. Informiere Dich vorher im Internet

Über Marken, Literanzahl, Gewicht, Komfort in Rezensionen, Videos, oder eben hier. Also machst du gerade alles richtig.

  1. Suche Dir 3 Eigenschaften aus, die Dein Backpack haben soll

Wir legten Wert auf a) Haltbarkeit des Aussenmaterials, damit er den grobschlächtigsten Flughafenmitarbeitern, den schlechtesten Befestigungsbedingungen auf Eseln, Bussen oder TukTuks und die erbarmungslosesten Elemente aushält. b) das man ihn nicht nur von oben befüllen kann, sondern auch von der Mitte aus Dinge entnehmen kann und c) das er angenehm sitzt.

  1. Frage Dich, was Dein Backpack können muss

Willst Du wandern, brauchst du einen Trekkingrucksack. Willst du noch ein Zelt, eine Hängematte und ein Riesenkissen mitnehmen, brauchst du mind. 60 Liter. Willst Du nur was zum Verstauen, tuts vllt auch ein praktischer Kofferrucksack. Fliegst Du nur in warme Länder, reicht Dir vielleicht auch Handgepäck.

  1. Egal, was der Verkäufer sagt, DIE FARBE IST WICHTIG!

Okay, hier bin ich knallhart: Wenn ich mind. 150 Euro für eine Sache ausgebe, mache ich ungern Kompromisse. Und schon gar nicht bei der Farbe. Obwohl der Verkäufer meinte, ich sollte nicht nach der Farbe gehen (Was weiß der schon?!), habe ich mich genau wegen der Farbe für meinen Rucksack entschieden. Denn ich denke, Du musst Deinen Rucksack so ins Herz schließen, dass Du ihn immer und überall als den Deinen identifizieren kannst. Und wie geht das besser als mit einer aufregenden Farbe? Und Blau hält Mücken und Wespen und andere gruselige Tiere ab, weil sie denken es wäre Wasser und Wasser ist Tod- ich schweife ab.

Wir haben uns für die Modelle von Tatonka entschieden. Zum einen, weil wir nur Gutes gehört haben. Zum anderen weil (die Farbe so schön war) der Verkäufer uns versicherte, dass bei Tatonka eben das Material so robust ist. Und der Preis stimmt. Okay mein (Marie) Rucksack war reduziert, weil er das Model „Isis“ ist und dieser Name evtl in letzter Zeit nicht die Erinnerung an einen altägyptischen Gott weckt. Aber ich halte das wie Harry Potter (Angst vor einem Namen, macht noch viel mehr Angst vor der Sache selbst) und deswegen ist es mir egal. Zumal es nicht groß drauf steht. Jan hat das Model „Yukon“, was im Prinzip das Gleiche für Männer ist und nur eben jetzt anders benannt wurde.

Inklusive war der Regenschutz (auch das ist nicht bei allen Rucksäcken so), zusätzlich haben wir uns einen Schutzsack (von Freiluft, 25L) für den Flugverkehr gekauft, den wir mit buntem Tape (danke an den Verkäufer für den Tipp) markieren, damit wir ihm am Flughafen schnell erkennen und ausereinander halten können. Viele Airlines fordern mittlerweile, dass die Rucksäcke verpackt werden, damit die Bändel nicht überall hängen bleiben. Und da wir Plastik scheiße finden und noch dümmer, den Rucksack an jedem Flughafen für viel Geld in Plastik zu wickeln, haben wir uns für den Sack entschieden.

Kauft man den Rucksack jetzt im Geschäft oder online?

Wie gesagt, die Beratung im Laden war goldwert. Allein dass dir jemand sagt, wie man so einen Rucksack richtig bedient, das bekommst du zwar auch im Internet, aber eben nicht so unkompliziert. Mein (Marie) Rucksack war im Internet gar nicht mehr verfügbar und deswegen konnte ich ein super Schnäppchen machen. Jans Rucksack war leider nicht in der Farbe da, die er wollte und dann im Internet noch 60 Euro günstiger, sodass wir diesen bei Amazon bestellt haben. Beides geht. Aber im Endeffekt: Support your lokal Globetrotter. Lasst euch auf jeden Fall im Sportgeschäft eures Vertrauens beraten und wenn es nur einen Unterschied von 10-20 Euro macht, dann kauft lieber lokal.

Wenn Ihr euch dann für einen Rucksack entschieden habt, befüllt ihn mit Zeug und lauft damit mal die Treppen hoch und runter. Wenn ihr dann noch zufrieden seid, Top. Wenn nicht, zurück schicken und weiter suchen! (Auch der Tipp kam von dem freundlichen Mitarbeiter im Globetrotter. Sowas steht in keiner Amazon- Kundenbewertung)