Malaysia- unser Liebelingsorte, Tipps und Kosten

Also zu allererst: Malaysia ist ein wunderschönes Land. Für uns das vielfältigste und unser Lieblingsland in Südostasien. Von Dschungel mit einer einzigartigen Vielfalt an Flora und Fauna bis zur Großstadt, Kolonialstädte, Hindutempel, Teeplantagen: hier findest Du alles. Und Malaysia lässt sich dabei so einfach bereisen. Aber fangen wir ganz vorne an:

PACKEN

Wenn es für Dich möglich ist, würde ich mit Handgepäck reisen. Inlandsflüge werden so viel günstiger und du wirst wirklich nicht viel brauchen, denn es ist warm! Sehr warm 😀 Ich würde auf folgende Dinge achten.

Generell beim Packen: Nimm dass mit, was Du auch im Alltag am liebsten trägst. Sonst hast du das praktische Tshirt die ganze Zeit dabei, ziehst es aber nie an.

Du willst dich vor Mücken schützen, besonders abends: Also nimm lange, dünne Hosen mit (diese Elefantenhosen, die in Thailand jeder hat, zb).

Gib kein Geld für teueres Mückenspray in DTLD aus. Hier vor Ort ist es viel günstiger, hilft besser und riecht vor alle gut (Wir empfehlen das mit der pinken Kappe)

Mit kurzen Hosen würde ich um ehrlich zu sein sparen. Du wirst wahrscheinlich viele Tempel oder Moscheen besuchen und bei beiden soll man sich respektvoll kleiden. Mir reicht die eine, die ich dabei hab, völlig.

Ich trage am liebsten Kleider, davon habe ich 2 dabei.

Und 3 Tshirts, eine lange Jacke und eine dünne Regenjacke. Einen dünnen Schal und einen armen Pulli für die Busse empfehlen wir von Herzen: hier herscht Eiszeit!

Flipflops (oder Ballerinas, Sandalen etc.) und Sportschuhe (hat uns für die meisten Tracks gereicht, wenn sie auch mal schmutzig werden) sind das beste Fußwerk.

Auch abends ist hier sehr warm. Das einzige Mal, dass ich gefroren habe, ist wie gesagt in den Bussen.

Kamera (oder Handy), Steckdosenadapter, Seidenschlafsack (das kommt drauf an, Jan benutzt seinen nie, ich meinen in jedem Hostel: einfach weil ich mich darin wohler fühle und ihn schon mitschleppe, dann will ich ihn auch nutzten!, Kreditkarte und Kopfhörer.

Reisehandtuch (nicht alle Unterkünfte haben Handtücher)

Ich denke, weniger ist mehr. Du kannst hier alles 10x günstiger als in Deutschland kaufen und die Kleidung zb ist von guter Qualität.

WAS GIBT ES ZU BEACHTEN?

Nicht viel. Malaysia ist an sich ein sicheres Reiseland. Nimm keine Drogen (sollte man ohnehin komplett lassen, meiner Meinung nach), da steht die Todesstrafe drauf.

Geld abheben ist überall super einfach, gar kein Problem.

Es gibt fast überall Wifi (du musst nur immer nach dem Passwort fragen), aber auch die Simkarten sind super günstig (ca. 5 Euro für 4 GB)

Der Flughafen Kuala Lumpur liegt weit ausserhalb. Check also, wann Du ankommst und wie du in die Stadt kommst. (Uber sind 14 Euro, der Zug/Bus/Shuttle ist günstiger, fährt allerdings nur bis 22 Uhr)

Lade Dir die Apps Uber und Grab runter: Sie sind viel günstiger als Taxi fahren und schneller als die Bahn. Aber beachte, dass zwischen 6 und 8 Uhr abends (also Rush hour), die Fahrten doppelt so teuer werden, weil jeder ein Uber haben will. Ansonsten lieben wir Uber und bewegen uns nur damit fort. (Eine Fahrt kostet meist zwischen 2-5 Euro, je nachdem wie weit du willst).

Lade Dir Agoda runter, wir buchen damit alle Unterkünfte in Asien, weil es die günstigste App ist und man Punkte sammeln kann.

Oder Airbnb . In Kuala Lumpur gibt es ab 30 Euro die Nacht, Wohnungen mit Rooftoppool, Fitnessstudio, Küche und was Dein Luxusherz sonst begehren könnte.

Auch zu empfehlen, die Couchsurfing- App, dort kann man Events ansehen in deiner Nähe und Hangouts schreiben, um so Leute und Kultur kennen zu lernen.

In vielen Städten gibt es Wasserauffüllautomaten (eigentlich in allen großen), deswegen lohnt es sich eine Wasserflasche von zu Hause mitzunehmen und Plastik zu sparen.

WAS MUSST DU UNBEDINGT SEHEN/MACHEN?

1. Borneo

Für uns der schönste Teil der Malaysiazeit war definitiv Borneo: wir haben Nasenaffen (gibts nur da!), Orangutangs (und zwar freie), Schwarzlanguren, diverse Schlangen und Insekten, Vögel, Schmetterlinge, Schildkröten etcetc. gesehen, wie nirgendwo zuvor. Flüge von WestMalaysia sind günstig, hin haben wir 30 Euro und zurück 16 Euro nach Singapur bezahlt (ohne Gepäck ist es wirklich günstig, mit Gepäck zahlst du meist das Doppelte). Wir sind nach Kuching geflogen und sind dort im Semenggho Wildlife Center und Bako National Park gewesen.

Semenggho ist ein Ort für Orang-Utans aus Gefangenschaft, die dort wieder ausgewildert werden. Es gibt zwei Fütterungszeiten, für den Fall, dass die Orang-Utans kein Essen finden können. Dann kann man sie sehen. Das ist aber nicht so oft, denn das Auswilderungsprojekt funktionert sehr gut. Es lohnt sich, beide Fütterungszeiten zu bleiben (Um 9 Uhr haben wir keinen gesehen und um 13.30 hatten wir Glück. Dazwischen waren wir im Dorf etwas essen).

Bako National Park kann man nur mit dem Boot erreichen (unsere Überfahrt glich einer James Bond Fahrt, aber hat Spaß gemacht), wir haben uns zwei Nächte Zeit genommen und dort übernachtet. Die Übernachtungen muss man im Vorraus buchen, die Internetseite ist aber sehr einfach aufgebaut. Zahlen kann man vor Ort. Es gibt die Wahl zwischen Hostel oder Mehrbetthütten. Es ist alles sehr Basic gehalten, aber sauber und du willst da auch nur schlafen. Eine richtige Dschungleerfahrung. Wir lieben das. In Bako bekommst Du eine Karte mit verschiedenen Wandertrekks. Die sind auch unterwegs gut ausgeschildert, die Zeitangaben sind großzügig (meist haben wir 40 minuten weniger gebraucht). Nachts gibt es eine Nachtwanderung, die ist wirklich toll und kostet nur 2 euro. Wir hatten eine tolle Zeit auf Bako. Nur schwimmen gehen kann man da nicht (Krokodile und Stechrochen gesellen sich da evtl zu Dir). Die Makkaken sind überall sehr frech, aber auch Schisser. Bewaffne Dich mit einem Stock und sie kommen Dir nicht zu nah, falls Du dich mal unwohl fühlst.

Im Norden von Borneo gibt es den Kinabatu-River. Das soll ein super Nationalpark sein und tolles Erlebnis. Wir haben das zeitlich nicht geschafft, und wir hätten nochmal dorthin fliegen müssen (kostet auch zwischen 30-50 Euro). Um ehrlich zu sein, war ich mit unseren Sichtungen im Bako Park so glücklich, dass ich nicht unbedingt noch einen Nationalpark zwingend machen musste. Dort kann man nochmal andere Tiere sehen, zb den Sonnenbär und jeder, der da war, schwärmt nur davon.

2. Cameron Highlands

Von KL sind wir mit dem Bus zu den Cameron Highlands gefahren. Das sind ca. 5-6 Stunden Fahrt. Ich hab Musik gehört und aus dem Fenster geschaut. Man hat wahnsinns Sachen gesehen. Oder geschlafen. Man macht immer mal wieder Pinkel- und Essenspausen. Die Busse kann man einfach online buchen. (Man muss sagen, dass die Infrastruktur sehr gut organisiert ist). In Cameron Highlands waren wir 2 Nächte, um einen vollen Tag zu haben. Im Endeffekt hätten wir den letzten Bus am Abend auch nehmen können, aber so war es einfach etwas entspannter. In Tanah Rata (so heißt dass Dorf) haben wir am liebsten beim Curryhouse gegessen (der einzige Laden mit vernünftigem Wlan). Ich würde Dir das Roti Boom empfehlen, eine süße Kalorienbombe.

Wir haben dort eine Airbnb wohnung gehabt (die hatte nur kein Wlan, ansonsten super), es gibt da aber auch Hostels (was für eine Nacht voll ausreicht).

Wir hatten eine chinesische Teezeremonie, was super interessant war für ca. 3 Euro im Cha Ren Tea House.

Es gibt 2 Hauptplantagen, die BOH Plantage mit kleinem Museum (ein riesiges Gebiet) (BOH SUNGAI PALAS ) und CAMERON VALLEY TEA HOUSE (das kann man zu Fuß erreichen von der Stadt, aber man läuft an der Straße lang. Hitchhiken ist kein Problem da, die Menschen sind super lieb, falls Du das machen willst). Zu der Boh Plantage kannst du den lokal Bus nehmen (ca. 1 Euro) der fährt jede halbe Stunde. Geh einfach zum Busterminal und frag jmd und sie erklären dir welchen Bus du bis wohin nehmen musst (ich meine wir sind bis kea farm market gefahren, aber der Fahrer lässt dich da raus wo du willst). Dann gibt es noch den Mossy forrest. Der war leider zu als wir dort waren, aber der muss ziemlich schön und geheimnissvoll sein. Du kannst auch Touren vor Ort buchen, die alles verbinden. Die kosten so zwischen 10 und 20 Euro.

Es lohnt sich, super schöne Natur und wir haben sehr viel über Tee gelernt.

3. Georgetown/Penang

Georgetown ist die schönste Stadt Südostasiens. So viel tolle Architektur. Lasst Dich einfach treiben, sieh dir die Streetart an (du bekommst überall eine Karte), genieß das viele sehr gute Essen (von Burger bis Falafelparadies und natürlich dem leckeren einheimischen Essen findet du alles) und Besuch die Moschee und lass dir alles von den Muslimen dort zeigen. Es gibt einen National Park in Penang, der ist auch sehr schön zu laufen. Auf dem Weg zu dem Park (eine Stunde Busfahrt) ist auch ein Schwimm-Strand.

Wir waren insgesamt 3 Nächte da.

4. Kuala Lumpur

Kuala Lumpur ist eine super Stadt. Wir lieben die Atmosphere hier. Unsere Must- Dos sind: Batu-Caves, Petronas Towers bei Nacht, Butterflypark, Central Market (da kann man auch günstig lecker essen), aber auch alle anderen Sehenswürdigkeiten sind super schön. Auch sehr schön, aber etwas weiter außerhalb ist der Fireflypark (wir haben uns ein Uber genommen und den Fahrer gefragt, ob er eine Stunde wartet ( ca. 25 Euro mit Wartezeit ). Das ist ein unglaubliches Naturerlebnis: die Glühwürmchen synchronisieren ihr Leuchten und die Büsche sehen dadurch aus wie Weihnachtsbäume. Man wird mit einem Boot durch den Park gefahren, ausser dem Paddeln, dass ins Wasser gleitet und ein paar Vögeln, herrscht vollkommene Stille.

Insgesamt waren wir 10 Tage in Kuala Lumpur (einmal 4 Tage über Silvester und dann nochmal 6 zum Ausspannen). Wir haben hier immer mit Airbnb gewohnt. Für 30 Euro die Nacht bekommt man hier ein eigenes Apartment mit Infinitypool, Küche, Fitnesstudio. Das Preis-Leistungs-Verhältnis in KL ist sehr gut. Wenn Du dir also mal ein gutes Hotelzimmer gönnen willst ohne arm zu werden, dann hier.

Das gleiche mit Shopping: Solltest Du neue Kleidung brauchen, Laptop, Handy was auch immer. Kaufe es hier. Es ist sehr günstig, auch im asiatischen Vergleich (also Streetmarket-Kleidung (oder sich selber was nähen lassen!) und Technik). Auch die Qualität war hervorragend.

Wir können Couchsurfing sehr empfehlen, wir nutzen es um Leute zu treffen. Jeden Mittwoch und Freitag gibt es in KL ein Treffen, wo ca. 20 Leute aus allen Ländern hinkommen. Da finden sich auch coole Gruppen zusammen, mit denen man dann Ausflüge zusammen machen kann (zb Fireflyspark) und sich die Kosten teilt.

5. Singapur

Wir waren genau 24h in Singapur. Und es ist nett. Man kann in 24h die Hotspots sehen. AAAAber wir finden KL hundertmal cooler. Singapur ist sehr teuer, wenn du nicht weißt, wo du hinmusst oder jemanden hast, wo du übernachten kannst. Wir haben pro Person 16 Euro für ein 16 Betthostelzimmerbett bezahlt. Singapur ist eine Stadt mit vielen Expats, die meisten Leute arbeiten dort nur. Auch wenn Gardens by the Bay zb. sehr interessant zu sehen ist, so ist es für uns symbolisch für die Stadt. Alles ist sehr modern, fast schon robotisch. Uns hat die Seele gefehlt, falls man das so sagen kann. Aber das ist unsere Meinung, wir haben auch andere getroffen, die Singapur wunderbar fanden. (Meine persönliche Empfehlung wäre Singapur nicht zu machen, wenn Du Zeit und Geld sparen willst. Wenn Dich moderen Architektur interessiert, dann lohnt sich ein Tag auf jeden Fall.) Wir waren bei den Gardens by the Bay, in Marina Sands (abends um 19:45 ist bei den Gardens eine Lichtshow und um 20 Uhr eine wahnsinns Lich-Wasser-show auf der anderen Seite des Hotels), im botanischen Garten, in einem Harry Potter Cafe, im arabischen Viertel und little India. Von dort sind wir mit dem Bus 6 Std nach KL zurück.

Insgesamt haben wir die Route KL-Cameron Highlands-Penang-Kuching-Singapor-KL in entspannten 4 Wochen gemacht. Dabei haben wir 3 Tage in Kuching mit Lebensmittelvergiftung verbracht.

Langkawi ist eine schöne Insel und einfach von Penang zu erreichen. Auch die Ostküste muss sehr schön und weniger touristisch sein, leider war dort gerade (Dezember-Januar) MonsunZeit, deswegen konnten wir dort nicht hin.

Kosten

Wir haben eine App zur Kostenkontrolle, mit der wir eine sehr gute Übersicht haben. Man muss sagen, dass Doppelzimmer zu zweit so teuer ist wie ein Hostelbett, weswegen wir meistens in Doppelzimmern schlafen. Im Schnitt geben wir zwischen 10 und 20 Euro am Tag aus (abhängig von Aktivitäten).

Essen/Trinken: ca. 8 Euro am Tag (Selbst kochen ist meist nicht günstiger als auswärtsessen, gerade an Foodständen. Wir kochen nur, weil wir nach 4 Monaten Asien keinen Reis mehr sehen können 😀 )

Unterkunft zahlen wir im Schnitt 10 Euro: dazu muss man sagen, dass wir mit dem Airbnb 15 Euro pro Person zahlen, aber auch Doppelzimmer für 7 Euro hatten.

Eintritte zahlst du nie mehr als 10 Euro, die ganzen Parks in Borneo lagen bei ca. 2-4 Euro. (Wenn Du auf die Petronastowers willst, zahlst du glaub ich 20 Euro. Der Fernsehturm ist etwas günstiger, höher und du kannst die Petronastowers sehen.

Ein großer Wocheneinkauf kostet 25 Euro.

Alkohol ist teuer, da er hier hoch besteuert wird, damit die Leute weniger trinken. Aber meistens gibt es Angebote wie 3 Bier für 10 RM (2,1 Euro). Das ist dann wieder günstiger.

Souveniers bekommst Du hinterhergeworfen. Auch preislich, je nachdem was Du möchtest. Es gibt schöne Einrichtungsgegenstände (Kissenbezüge etc.), religiöse Figuren, eigentlich alles was Dein Herz begehrt.

Hostelempfehlungen

Kuching: HeroHostel (7 Euro für ein Doppelzimmer mit sehr gutem Gemeinschaftsbad, sehr sauber, alles im Superheldenstil eingerichtet). Das ist ein kleines Hostel, nicht unbedingt ein social hostel, aber eins wo du deine Ruhe hast. Wir mochten es. Dadrunter ist The Cottage, eine coole Livemusikbar und um die Ecke ist die Monkee Bar, die günstigste Bar in Kuching, dementsprechend Partylocation am Wochenende und der Ort, um Leute kennenzulernen. Das Hostel liegt sehr zentral.

Singapur: Adamson Lodge. Sehr sauber, weil sehr neu.  Aber eben 16er Zimmer (was auch nicht sooo schlimm war. ob du jetzt im 4 Bett jmd hast der schnarcht oder im 16er macht dann auch keinen Unterschied. Du gibst wenigstens weniger Geld dafür aus nicht zu schlafen)

Georgetown: D mo inn, die Lage war super. Etwas hellhörig. 6, 80 Euro pro Person für ein Doppelzimmer. Ist aber auch kein social hostel gewesen (wir nutzen eher couchsurfing, wenn wir andere Leute kennen lernen will).

Ansonsten haben wir immer Airbnb genutzt. Wenn Du mehr Empfehlungen suchst, würde ich dir Facebook-Gruppen empfehlen. Zb. die Geh-mal-Reisen-Reisecommunity oder Südostasien-Backpackers. Da kannst Du mal nachfragen, da bekommst du sicher viele gute Tipps 🙂

Transportmittel

Bus. Bus. Bus. Die Busse hier sind groß und komfortabel (wenn da VIP steht, wenn da Van steht, ist das ein Minibus). Aber die Fahrten waren bis jetzt sehr angenehm, wenn auch kalt. Und die meisten Spots sind immer 6-7 Stunden entfernt.

Flüge. Für weite Strecke (nach Borneo, es gibt kein Boot) gibt es günstige Flüge. Auch wenn man spontan bucht (eine Woche im Vorraus). Flüge sind meist günstiger an Dienstagen, wir buchen immer über Skyscanner, weil man da die Daten flexibel angeben kann und auch „günstige Destination“ als Ziel angeben kann und sich so neue Optionen ergeben.

Mittlerweile sind wir auch überzeugt davon, dass Malaysia ein super Land ist, um es auf eigene Faust mit dem Mietwagen zu erkunden. Das werden wir wohl beim nächsten Malaysiaroundtrip in Angriff nehmen.

Wir wünsche Dir ganz viel Spaß beim Planen und Bereisen.

Liebe Grüße, Marie & Jan

Taiwan: wild und romantisch

Taiwan- wild und wunderschön

Taiwan ist so groß wie Baden-Württenberg. Wer ein asiatisches Land erkunden möchte, aber nur 10 Tage Zeit hat, der sollte Taiwan auf jeden Fall in Betracht ziehen. Denn in 10 Tagen kann man einen sehr guten Einblick in die taiwanesische Kultur bekommen und die wunderschöne Natur erleben. Wir waren insgesamt 45 Tage auf der Insel und stellen Euch nun unsere Must-Dos vor.

Grundsätzlich kann man sagen, dass Taiwan sehr organisiert und sehr sauber ist. Die Zugverbindungen sind der Hammer: günstig, pünktlich und von der Ausstattung vergleichbar mit dem ICE. Das macht eine Umrundung der Insel sehr einfach. Die Städte befinden sich nämlich alle an den Küsten, das Landesinnere ist eher schwierig zu erkunden, da dort vorwiegend Berge sind.

Landen werdet ihr wahrscheinlich in Taipei, da hier der internationale Flughafen ist. Der Flughafen ist eine Stunde außerhalb der Stadt, aber mit dem MRT kommt man schnell, einfach und günstig in die Stadt. Keine Sorge, die Fahrkartenautomaten lassen sich auf Englisch stellen und am Flughafen warten superfreundliche Mitarbeiter, die euch weiterhelfen. (Und ansonsten ist überall Free Wifi). Es lohnt sich, die EASYCARD zu zulegen, die erleichtert euer Leben und nicht euren Geldbeutel.

TAIPEI

Taipei ist eine moderne Stadt. Das Wetter war ziemlich scheiße, als wir dort waren, sodass wir viel Zeit mit Indooraktivitäten verbracht haben.

1. Spielecafes (davon gibt’s viele, man zahlt 100 TWD für 2h und kann dann seiner Brettspielsucht frönen)

2. Kino (Ist etwas günstiger als in Dtld und alle internationalen Filme sind in Englisch)

3. Taipei 101 (wir waren nicht oben, wir haben ihn uns von unten angeguckt)

4. Xiamen (ein lebhaftes Barviertel, Shoppingdistrict)

5. Nachtmärkte

6. Ausflug nach Jiufen (wirklich empfehlenswert, mit dem Bus günstig zu erreichen)

7. Elefantmountain (muss super sein zum Sonnenaufgang, haben wir nicht geschafft)

HUALIEN

In Hualien haben wir unser Herz verloren, weil wir dort 3 Wochen gelebt und gearbeitet haben. Hualien glänzt nicht mit schönem Stadtbild, aber mit einem super Nachtmarkt, den wir in der Größe nirgends nochmal so gesehen haben. Das absolute Highlight ist allerdings die Natur:

1. Taroko-Gorge: Die Leute verbringen meist nur einen Tag dort, wir empfehlen mindestens zwei. Der Shakadang-Trail und der Schwalbentrail sind ohne Permitt machbar an einem Tag. Wunderschön. Der Zuhili Old Trail solltet ihr AUF KEINEN FALL verpassen. Dafür braucht ihr einen Permitt, den ihr am besten Fall im Vorraus bestellt. Aber die Arbeit lohnt sich. Der Trail ist atemberaubend.

2. Die Strände: Hualiens Strände sind nichts zum Schwimmen oder Sonnen. Aber zum Surfen, Surfer beobachten oder Steine sammeln. Denn dort sind viele Steine, riesige, kleine, graue und bunte.

3. Scenic area: Ja ein Szenario wird einem dort wirklich geboten. Am besten mit dem Scooter (einen Bus gibt es nämlich nicht) fährt man die Küste entlang. An den Hängen des Taroko ist eine Küstenstraße, die 

wunderschöne Blicke auf das Meer freigibt, was nicht mit seinen Reizen geizt.

4. Delphin-Tour: Apropo Meer: wenn man in seinem Leben freie Delphine sehen möchte (und je nach Saison auch 

 

Wale), sollte man das in Hualien tun. Wer Marie kennt, weiß, dass das ihr Kindheitstraum war, der sich hier erfüllte.

KAOSHIUNG:

Khaoshiung ist eine sehr moderne, angenehme und künstlerische Stadt. Auch wenn uns alle Einheimischen sagten, dass wir dort nicht hinfahren sollten (die finden die Stadt nicht schön), waren wir froh, dass wir nicht drauf gehört haben.

1. Der Pier 23: Eine Streetartstraße, die sich wirklich sehen lassen kann.

2. Der Nachtmarkt: Eine tolle Auswahl an Essen und Kleidung, nochmal komplett anders als Hualien oder Taipei

3. Drache und Tiger Pagode: An dem See liegen viele Tempel und Statuen. Und alle sind es wert besichtigt zu werden, wirklich schöne und einzigartige Bauwerke.

4. Der Love-River: Wir waren zur Blütezeit da, sodass wir während wir am Fluss entlang spazierten, viele schöne Blumen bestaunen konnten. Besonderes Highlight waren die vielen Zeichenkurse, die am Wegrand saßen und gemalt haben.

5. Station Boulevard: Ubahn fahren ist super in Kaoshiung, und jede Station ist einzigartig. Besonders die Boulevard Station: der „Dome of Lights“ ist hier zu sehen, aber besonders schön: Dort steht ein Klavier, an dem Musiker umsonst üben dürfen (nicht jeder darf da klimpern), sodass man manchmal angehenden Virtuosen lauschen kann.

TAINAN:

Tainan ist die älteste Stadt Taiwans und die Lieblingsstadt der meisten Lokals. Wer auf alte Gebäude, Tempel und Gassen steht, wird hier sein Herz verlieren. Am besten lässt sich die Stadt zu Fuß oder noch besser mit dem Fahrrad erkunden (viele Hotels haben einen kostenlosen Fahrradverleih).

1. Der Konfuziustempel: Dieser Tempel ist anders als die meisten in Tainan. Er verzichtet auf aufwendige Verziehrungen und strahlt auch durch den anliegenden Park eine wunderschöne Ruhe aus.

2. Fort Provintia: Eine ehemalige niederländische-taiwanesische Niederlassung, sehr schön zu besichtigen. Abends finden auf dem Vorplatz oft Konzerte statt.

3. Shennong Street: Die älteste Straße Tainan beherbergt viele Hipsterläden: von veganer Grünteeeiscreme bis zum highend Secondhandshop lässt sich hier alles finden. Wir fanden allerdings die alte Straße von Lukang besser gefallen.

4. Anping-Baumhaus: ein toller Ort, nicht nur das Baumhaus ist ein sehr schöner Ort, besonders interessant die Ausstellungen, die in den angrenzenden Häusern sind. Besonders gut hat uns die kleine Mitmach Kalliegraphie Ausstellung gefallen, die momentan dort anzutreffen ist (ich glaube, dass ist eine begrenzte Ausstellung)

5. Hayashi- Departmentstore: der Stolz Tainans. Der erste Aufzug Taiwans befindet sich in diesem Gebäude, ein Film erzählt die Geschichte dieses Hauses. Es ist wunderbar zu sehen, wie die Taiwanesen das ehemals sehr heruntergekommende Haus mit neuem Leben gefüllt haben. Die Geschäfte, die dort beherbergt sind, sind alle lokale Anbieter mit sehr süßen Sachen (von Cupcakes bis Briefpapier alles vertreten).

LUKANG:

Einst war Lukang die wichtigste Hafenstadt Taiwans. Den Status hat sie schon lange verloren, aber weil kein typisches Touristenziel ist sie eine gute Alternative zum teilweise überlaufenen Tainan. Alte Gassen, alte Tempel finden sich hier in ihrem ursprünglichen Charme.

 

 

SONNE- MOND- SEE:

Der Sonne- Mond- See ist von Taitchung mit dem Bus innerhalb einer Stunde sehr gut zu erreichen. Die Busfahrt dorthin hat schon sehr schöne Landschaft zu bieten. Am Sonne-Mond-See kann man locker einen Tag verbringen, für Naturliebhaber und Fahrradenthusiasten empfehlen wir länger zu bleiben (Achtung, die Hotels drumherum sind sehr teuer, Airbnb bieten Alternativen). Besonders der Tempel am Berg mit seinen 365 Stufen (auf jeder Stufe steht, welche berühmte Persönlichkeit geboren wurde) empfehlen wir. Zum Sonnenuntergang hat man eine fantastische Aussicht auf den See. Auf eine Bootsfahrt oder eine Gondelfahrt haben wir verzichtet, wir waren an der Südseite spazieren.

 

Taiwan ist ein wunderschönes, aber auch unterschätzes Land. Deswegen gibt es hier weniger europäische Touristen als im Rest von Asien. Noch ein Pluspunkt! Gerade für Familien mit Kindern ist ein perfektes Fernreiseziel, in keinem Land haben wir uns so gut und sicher aufgehoben gefühlt wie hier. Es gibt viel Kultur zu entdecken und viel Natur zum Auspowern. Und es gibt überall Spielplätze. Was uns allerdings an Taiwan am Besten gefallen hat, waren die Menschen. Nirgends haben wir so freundliche, gastfreundliche und dabei doch zurückhaltenden Menschen getroffen. 

Also wann geht Euer Flug nach Taiwan?

Nachhaltigkeit auf Reisen

Nachhaltigkeit auf Reisen- Das Interview

Du sitzt am Ozean, hast die Augen geschlossen und lauscht den Wellen. Du genießt diese Moment voller Ruhe und Schönheit. Und als Du die Augen öffnest, siehst Du: Plastikflaschen, sich sanft wiegend im Rhythmus der Wellen. Besser wieder Augen zu! Du gehst durch den Dschungel, überall zirbt es. Und als Du um die nächste Ecke biegst und aufsiehst, siehst Du einen Affen. Er sitzt auf der Erde und trinkt aus einem Strohalm einer Coladose. Du schmunselst, ist doch witzig! Du gehst durch den Hongkonger Zoo, überall spielen Kinder und freuen sich an dem kostenlosen Angebot. Und dann stehst Du vor dem Orang-Utan- Käfig. Und siehst den fettesten Affen, den du jemals gesehen hast. Du bist ein bisschen angeekelt, aber auch gut unterhalten!

Und irgendwann haben wir nicht mehr gelächelt, wir haben das Bild der Plastikberge auch vor verschlossenen Augen gesehen, und waren von uns angeekelt, wie wir mit unserer Umwelt umgehen. Und mit dem "Klick" in unseren Köpfen, kam die Ratlosigkeit. Was können wir da schon tun? Radikal vegan und zero-plastic? Wie machen andere den Spagat zwischen Leben, Reisen und Umweltbewusstsein?  Also haben wir uns Hilfe gesucht: bei Weltreisenden, Umweltschützern, Weltverbesserern und Realisten. Deswegen haben wir 5 Fragen an 5 tollen Menschen gestellt.  

Aber am Besten stellt Ihr Euch selbst vor:

Gerne, wir sind Micha (37) und Marina (30). Bereits seit sieben Jahren gehen wir gemeinsam durchs Leben und bereisen zusammen die Welt. Ursprünglich wollten wir „nur“ eine Weltreise machen, Menschen, Länder und Kulturen kennen lernen, uns eine Auszeit vom stressigen Berufsalltag gönnen. Vor ungefähr einem Jahr wurde dann die Idee zu Ozeankind geboren - und zwar während DER Reise unseres bisherigen Lebens! Zusammen mit drei anderen, uns zuvor wildfremden Menschen (die zu Freunden wurden), waren wir auf einem Katamaran im indischen Ozean unterwegs und erkundeten die schönsten Ecken der Malediven. Mehrere Stunden täglich im Wasser (was ohnehin, wer hätte es gedacht, genau unser Element ist) Fische beobachten und an verschiedenen und nahezu unberührten Stränden unsere Füße in den Sand setzen. Ohne Internet, ohne Fernsehen - einfach nur der Indische Ozean, seine Bewohner und wir. Diese Tage waren Traum und Albtraum zugleich. Mit Schildkröten schnorcheln, Nemo beobachten, immer wieder Delfine vor unserem Boot, mehrere Tage keine anderen Menschen (außer halt der Crew, den drei anderen Gästen und uns), Müll auf unbewohnten Inseln, einzelne Flip-Flops, Plastikflaschen, Deckel, Feuerzeuge, Strohhalme, Tüten und Dosen - teilweise deutlich erkennbar europäischer Herkunft. Wieder in Deutschland angekommen und einige Stunden Recherche, Filme, Dokus, Diskussionen und Gedanken später ist OZEANKIND geboren. Die Ozeankind-Reise hat im August 2017 begonnen und folgt keiner speziellen Route. Uns zieht es logischerweise immer wieder ans Meer. Denn dort wollen wir unsere Mission hauptsächlich umsetzen und mit anpacken. Wir möchten bei unseren Leserinnen und Lesern ein Bewusstsein für das Müllproblem weltweit schaffen, zum mitmachen animieren und Lösungen aufzeigen, wie jeder Reisende und jeder Mensch in der westlichen Welt seinen Plastikmüllverbrauch drastisch reduzieren kann.

Hallo, ich bin Nini von niniontour.de und mittlerweile seit fast genau 8 Monaten auf Weltreise. Ich bin 35 Jahre alt, habe fast 10 Jahre gearbeitet und dann entschieden alle meine Zelte abzubrechen und auf Reisen zu gehen. Ich war 5 1/2 Monate in Asien und bin jetzt seit 2 1/2 Monaten in Südamerika. Ein festgelegtes Ende habe ich nicht. Irgendwann zwischen in 2 Wochen und 6 Monaten.

Wir sind Janine & Dennis, 24 und 25 Jahre alt, seit 5 Jahren ein Paar. Tagsüber gehen wir unseren 9-5 Jobs nach, nach Feierabend managen wir unser eigenes Modelabel. Neben unserem Herzensprojekt Soulcover ist unsere gemeinsame große Leidenschaft das Reisen. Ab Januar gehen wir auf Weltreise und nehmen unser Modelabel per Laptop mit. Die Reise startet in San Francisco und wir werden als erstes Amerika und Südamerika entdecken, bis jetzt noch ohne Plan.

Nachhaltigkeit bedeutet für uns vor allem ein Bewusstsein zum Konsum und Umwelt aufzubauen und bewusst mit unseren Ressourcen umzugehen und dabei das eigene Kaufverhalten zu hinterfragen.

2. Wieso ist Nachhaltigkeit für Dich wichtig? Gab es ein prägendes Ereignis oder war es eher ein Prozess?

Es ist eher ein Prozess, der sich in den letzten Jahren verstärkt entwickelt hat. Im Allgemeinen hat vor allem das Reisen unsere Gedanken rund um Nachhaltigkeit geprägt. Ein ausschlaggebendes Erlebnis bzw. eine ausschlaggebende Zeit gab es dennoch: der bereits angesprochene Urlaub mit dem Katamaran auf den Malediven. Die Malediven sind ein Ort, an dem das Plastikproblem ganz deutlich sichtbar ist und an dem wir schöne und schreckliche Dinge gesehen haben. Diese Momente haben unsere ganz persönliche Welt nachhaltig verändert. Wir alle tragen die volle Verantwortung für unsere Welt und müssen zusammen etwas ändern und bewegen. Vor allem haben wir aber auch eine Verantwortung gegenüber unserer Kinder und allen Menschen, die nach uns auf dieser Erde leben möchten. Wir möchten nicht, dass unsere Enkel oder Urenkel Schildkröten, Haie oder Wale nur bei YouTube anschauen können. Sie sollen mit Ihnen schwimmen, neben Ihnen schnorcheln, sie bewundern können. Lebend. Ohnehin sind wir der Meinung, dass jeder Mensch, der es sich finanziell irgendwie leisten kann, einmal im Leben mindestens eines dieser drei Tiere in seinem natürlichen Lebensraum (das ist übrigens weder SeaWorld, Zoo oder ein Aquarium) sehen sollte. Wir möchten gerne mit dem Menschen sprechen, der danach sagt das sei nicht wunderschön, spannend, aufregend und würde ihn auf irgendeine Art und Weise stressen oder nerven. Zudem möchten wir Menschen uns, wenn wir mal alt sind, nicht vorwerfen lassen dass wir es zwar gewusst, aber nichts dagegen unternommen haben.

Ich war schon immer der „Öko“ bei uns in der Familie, dachte immer, ich kann die Welt ein bisschen besser machen. Als meine letzte Beziehung zerbrach, fing ich an, mir verstärkt Gedanken zu machen über die Art wie ich mein Leben leben will, jetzt wo ich keine Kompromisse mehr machen muss, und auch über Ernährung. Ich habe früher alles gegessen, auch sehr viel Fleisch. Mein Ex-Freund war Moslem, also gab es fast 4 Jahre kein/kaum Schwein. Warum essen wir also das eine Tier, aber das andere nicht? Schmeckt’s nicht? Nein…Essen ist vor allem antrainiertes, kulturelles Verhalten. Brauche ich also überhaupt Tiere auf meinem Teller? Ich fing an diverse Dokus zu schauen und bin über das Thema Ernährung auch zu den Themen Minimalismus, Down-Sizing, Lebensqualität usw. gekommen.  Als ich angefangen habe für die Weltreise zu recherchieren, habe ich z. B. das erste mal über Ohrenstäbchen, Watterpads und Tampons nachgedacht. All die Sachen, die ich täglich nutze und wegschmeiße und auf Reisen teilweise vielleicht nicht so leicht beschaffen kann. Aber oh Wunder…es gibt Alternativen für alles. Dann habe ich angefangen alles zu verkaufen und mich komischerweise immer freier anstatt leerer gefühlt. Ich war selbst erschrocken über all den Kram und die Tonnen an Klamotten, die ich gar nicht brauche oder haben will. Alles mal angeschafft und vor allem auch bezahlt. Mit einem anderen Lebensstil hätte ich schon viel eher auf Weltreise gehen können. Es war also ein Prozess, der einen Auslöser hatte.

Nachhaltigkeit war uns schon immer wichtig. Als wir uns dazu entschieden haben ein eigenes Label zu gründen, wollten wir unser Nachhaltigkeitsgedanke natürlich auch im Label einbringen. Wir haben uns bei der Planung unserer ersten Kollektion intensiv mit der Nachhaltigkeit in der Modeindustrie auseinandergesetzt. Uns war von Anfang an klar, dass wir ein Zeichen setzten wollen. Wir wollen keine Produkte erschaffen, die schon wieder „out“ sind, wenn man sie kauft, sondern langlebige Produkte mit zeitlosen Designs, die nachhaltig und fair produziert wurden.
Als wir unsere erste Kollektion geplant haben, haben wir uns mit der Thematik Baumwolle auseinandergesetzt. Es war für uns ein erschreckendes Erlebnis wie sehr die Produktion der herkömmlichen Baumwolle die Umwelt und Menschen gefährdet.

3. Was versuchst Du auf Reisen umzusetzen? Gelingt es Dir einfach?

Wir verzichten immer und überall auf Plastiktüten & Plastikstrohhalme. Strohhalme aus Plastik sind ohnehin in unseren Augen wohl das sinnloseste Plastikprodukt auf der ganzen Welt! Und gleich danach kommen die Plastiktüten … Das bedeutet bei jedem Einkauf oder in der Bar/Restaurant den Mund aufmachen und vorab sagen, dass man diese Plastikprodukte nicht haben möchte! Und wenn es in einer Bar oder in einem Café keine Möglichkeit gibt, einen Smoothie oder Kaffee im Glas oder in der Tasse zu trinken, dann gehen wir aus dem Laden halt auch einfach wieder raus - allerdings nicht ohne die Bedienung darauf hinzuweisen dass wir gerne was getrunken hätten, allerdings nicht unter diesen Umständen. Das funktioniert relativ einfach, auch wenn man die verwunderten Blicke hinnehmen muss. Und es macht sogar manchmal Spaß. Getränke in Plastikflaschen versuchen wir auch wo immer es geht zu vermeiden. In Deutschland hat das bestens klappt, in manchen Ländern ist es manchmal ein bisschen schwieriger. Besonders wenn man das Trinkwasser nicht trinken und es auch nicht sicher filtern kann, bleibt manchmal nur die Plastikvariante. Glasflaschen sind in vielen Ländern leider nicht aufzufinden. Aber selbst dann kaufen wir wenn möglich einen großen Kanister statt vieler kleiner Flaschen und füllen es dann in unsere eigenen Flaschen um. An manchen Orten gibt es auch Stationen zum Wiederbefüllen solcher Kanister.

Wir achten beim Einkauf auf lose und frische Produkte. Da wird dann schon abgewogen, ob man ein bestimmtes Produkt braucht/ haben möchte wenn es dreifach in Plastik eingepackt ist und es keine Alternative gibt. Immer wieder haben wir es, wenn keine plastikfreie Alternative gegeben war, einfach liegen gelassen. Dann gab es eben etwas anderes zum Abendessen.

Wenn wir unterwegs sind, haben wir folgende Dinge dabei: Wiederverwendbare Strohhalme, Baumwollbeutel, wiederverwendbares Besteck + Silikonschüsseln und jeweils eine Trinkflasche.

Vegetarisch/vegane Ernährung funktioniert für mich auf Reisen nicht wirklich, zumindest zu einem sehr viel geringeren Prozentsatz als daheim. Essen ist nun mal auch ein bisschen Kultur und versuch mal dem Filipino zu erklären, was vegetarisch ist…da ist doch nur ein Würstchen drin. Und verweigere vor dem Argentinier mal das Nationalgericht „Asado“, da macht man sich keine einheimischen Freunde mit. Meine eigene Überzeugung für das Thema ist hier also noch nicht stark genug.

Ohne Flaschenwasser geht es für mich außerhalb Europas auch nicht, so sehr mein Herz auch jedes Mal schmerzt. Aber ich trage oft Wochen die gleiche Flasche mit mir rum und fülle sie auf, wo ich kann.

Plastiktüten ist ein schwieriges Thema. In Asien packen sie dir die Melone am Straßenrand gern gleich in eine dreifache Tüte. In Geschäften nehme ich kein Plastik an. Auf den Partyinseln bekommt man praktisch fast alles in Plastikbechern in Strandnähe, weil Glas im Sand natürlich auch nicht geil ist.

Seit ich in Südamerika auch wieder selbst koche, versuche ich die Südamerikaner zu erziehen, dass ich mein Obst und Gemüse nicht in Plastik haben will, sie dürfen die Aufkleber gern direkt auf den Apfel kleben. Sie weigern sich meist. Dann doch wenigstens alles in eine Tüte und alle Aufkleber auf eine Tüte. Das funktionierte in Brasilien ganz gut, hier in Argentinien heißt es meist „nicht mehr als 3 Produkte pro Tüte“. Man muss sich eben anpassen. Wir sind hier nicht Europa.

Ob auf Reisen oder Zuhause, wir versuchen darauf zu achten Müll zu vermeiden bevor er überhaupt entsteht und auf Plastik soweit es geht komplett zu verzichten.
Wenn wir in der Natur unterwegs sind, sammeln wir meistens den Müll ein und entsorgen ihn anschließend. Sei es bei einem Spaziergang durch den Wald oder an einem Strandtag. Bei unserer Reiseausstattung achten wir zum Beispiel darauf, dass die Produkte nachhaltig hergestellt und fair gehandelt wurden. Patagonia oder Vaude haben hierfür gute Produkte. Es ist nicht immer einfach nachhaltig zu reisen, das stimmt. Beispielsweise sollten wir dann auch auf Flüge komplett verzichten, was aber zu extremen zeitlichen Einbußen führt.

4. Hat sich Deine Einstellung zur Nachhaltigkeit durchs Reisen verändert?

Ja total. Reisen ist die beste Schule um sich ein echtes Bild der Welt machen zu können. Man sieht die Probleme vor Ort mit eigenen Augen und realisiert, dass man selbst & gerade auf Reisen einen Unterschied machen kann.

Alleine die Auswahl des Hotels, der Restaurants, der tägliche Einkauf und der Konsum bestimmter Produkte.

Meine Haltung zur Nachhaltigkeit hat sich durch das Reisen definitiv noch mal verstärkt. Jede Tüte und jede Plastikflasche, die ich in den letzten 8 Monaten hinterlassen habe, tut mir im Herzen weh. Meine Mitreisenden lachen schon, wenn ich im Supermarkt mal wieder in gebrochenem Spanisch mit der Dame an der Waage diskutiere, dass ich nicht jeden Apfel einzeln verpackt haben will (meist wiegt man hier nicht selbst).

Auf Koh Lanta, in Thailand war ich an einem Strand, an dem ich vor 2 Jahren schon mal war…nur war dieses Mal Nebensaison und der Strand nicht gesäubert. Der Anblick ist einfach nur traurig. Tonnen von Plastik im Sand.

Auf Koh Phi Phi bin ich nachts mal zu meinem Hostel zurückgelaufen und musste am Hafen vorbei. Da war ein großes altes Schiff und aus allen Richtungen kamen die Leute mit Schubkarren voller Müllsäcke an, die auf das Schiff geladen wurden. Am nächsten Abend das gleiche wieder. Klar, so eine Partyinsel produziert jede Menge Müll. Aber wo schippern sie den hin??? Zur nächsten unbewohnten Insel? Wird alles weit draußen im Meer versenkt? Man will es gar nicht wissen. 🙁

Ja! Wer einmal durch Südostasien gereist ist und deren „Müllverwertungssystem“ genauer angeschaut hat, der kann gar nicht anders als sich für Nachhaltigkeit einzusetzen. Der beißende Geruch am Abend vom verbrannten Plastik bleibt im Kopf. In Indonesien sahen wir tonnenweise Müllberge, die so groß wurden, dass der Müll in den Gewässern, Flüssen und schlussendlich im Meer landete.
Ich (Janine) tauche sehr gerne. Ich bin jedes Mal aufs Neue am Verzweifeln, wenn ich in Riffen Bierflaschen, Plastiktüten, Strohhalme oder sonstigen Müll auffinde. Ein Ereignis von letztem Jahr bleibt mir bis heute im Kopf. In Thailand an einem Tauchspot in der Nähe von Koh Tao mussten wir letztes Jahr eine Schildkröte befreien, die sich in Plastikmüll verfangen hatte. Solche Ereignisse bleiben im Kopf und sind mit Grund dafür warum wir uns für Nachhaltigkeit einsetzten. Wir haben zuletzt zum Beispiel auch eine Postkarte entworfen, die auf die Verschmutzung der Strände aufmerksam machen soll.

5. Was nimmst Du mit nach Hause? Kannst/Willst Du was zu Hause umsetzen?

Im Moment wissen wir nicht wann wir wieder nach Hause kommen werden.

Wir möchten mit ozeankind ein ortsunabhängiges Unternehmen aufbauen, das zum einem jedem Menschen die Möglichkeiten aufzeigt, auf möglichst viel Plastik zu verzichten und aus unserer ganz naiven Sicht zu erklären, weshalb das alles so wichtig ist. Zum Anderen möchten wir vor allem allen Urlaubern und Reisenden Produkte anbieten und Möglichkeiten aufzeigen, um gerade unterwegs auf möglichst viel Plastik zu verzichten. Deshalb gibt es beispielsweise schon zu diesem frühen Zeitpunkt einen Ozeankind-Onlineshop.

Und dann möchten wir die Welt noch weiter kennen lernen, mit Menschen sprechen, von ihnen lernen und vor allem möchten wir an verschiedenen Orten der Welt mit anpacken und unseren kleinen oder großen Beitrag leisten - und wir möchten aus vielen Menschen Ozeankinder machen und sie dazu motivieren, deutlich mehr für die Natur zu tun als bisher. Wenn alles halbwegs so läuft wie wir uns das wünschen, dann müssen wir nie wieder arbeiten. Denn für uns ist Müll sammeln, uns um den Ozean und all die faszinierenden Tiere zu kümmern, Menschen kennen lernen, Menschen motivieren, den einen oder anderen Menschen aus seiner Komfortzone herauszuholen und vor allem selbst DINGE zu Lernen, keine Arbeit. Und wer das tut was er liebt, muss halt nie wieder arbeiten.

Aber jetzt müssen wir aufhören, Eure Fragen zu beantworten, denn wir müssen nun erstmal weiter sammeln. Denn wir sammeln seit knapp drei Monaten erstmal den Verpackungsmüll wieder ein, den wir in unseren 67 Lebensjahren vorher in Deutschland so produziert haben - das sind etwa 14 Tonnen. Und dann schauen wir weiter … mehr als ein Jahr haben wir schon aufgeholt.

Umsetzen, kann ich von der Reise zu Hause nichts, denn wo ich bisher war, wurde Umweltschutz nicht groß geschrieben. Einzig auf Bali, bekämpft man die Plastikflut mittlerweile, mit vielen recycelten Produkten, Wasserauffüllstationen und veganem Essen. Manche Hostel haben einen Trinkwasserhahn neben dem normalen Wasserhahn, wo ich dann meine Flasche auffüllen kann.

Für mich ist klar, dass ich zu Hause auf dem richtigen Weg war und das nach Ende der Reise auch noch konsequenter umsetzen will. Denn, wenn ich überhaupt etwas mitnehme, dann die Dankbarkeit, dass wir in Europa alle Möglichkeiten haben UNSER Leben zu gestalten. Wir haben sauberes Wasser, wir haben Zugriff auf alle Arten von Lebensmitteln, wir haben den Luxus in hippen Unverpackt-Läden einkaufen zu gehen…wir können uns den Luxus „Umweltschutz“ einfach leisten, also sollten wir das auch machen…so gut es eben geht, denn auch hier wissen wir ja, wo unser europäischer Elektroschrott landet, nämlich auf einem anderen Kontinent. Ja, das ist Luxus.

Im Alltag versuchen wir den Müll zu vermeiden so gut es geht und auf plastikfreie Lösungen zurückzugreifen. Wir fahren zum Beispiel zum Bauern und holen dort Gemüse und Früchte ohne Plastikbeutel oder kaufen auf dem Wochenmarkt ein oder versuchen gerade auf Natron Shampoo, Deo und Zahnpaste umzusteigen, so können wir nochmal Verpackungsmüll sparen. Mal sehen wie wir damit klar kommen. Wo wir unseren größten Einfluss haben ist allerdings unser Label. Wir machen Kleidung für Weltenbummler, die es lieben unsere wunderschöne Erde zu bereisen. Damit die Erde, wie wir sie heute kennen, auch noch in den nächsten Jahren erhalten bleibt, setzten wir uns für Nachhaltigkeit ein.

Das heißt für uns, dass wir beispielsweise versuchen Müll zu verhindern bevor er überhaupt entsteht = Precycling. Große Versandhäuser verpacken ihre Kleidung gerne in mehreren verschiedenen Plastikhüllen, wodurch eine Menge unnötiger Müll entsteht. Darauf verzichten wir komplett und packen die Shirts in recyceltes Seidenpapier. Plastiktüten sind bei uns absolutes Tabu.

Darüber hinaus ist ein Großteil unserer Produkte aus Bio-Baumwolle. Bei der Herstellung von Bio-Baumwolle werden keine hochgiftigen Düngemittel verwendet, die der Umwelt und den Menschen enorm schaden. Darüber hinaus wird dadurch fruchtbarer Boden gesichert und die Umwelt für Insekten und Vögel und andere Tiere bleibt erhalten. Die Produktion von Bio-Baumwolle macht momentan leider nur 1% der weltweiten Baumwolle Produktion aus. Wir hoffen, dass wir in Zukunft noch mehr Leute mit unserer umweltfreundlichen Mode erreichen können.

Neben dem, was wir machen können, unterstützen wir auch noch ein nachhaltiges Projekt. Mit jeder Bestellung, die eingeht, spenden wir 5% an Plant-for-the-Planet. Ein Projekt, das 2007 von einem Schüler gegründet wurde. Diese Organisation hat es sich zum Ziel gemacht bis 2020 1 Mrd. Bäume weltweit zu pflanzen. Warum Bäume pflanzen? Bäume sind extrem günstig und kinderleicht vermehrbar. Baumpflanzen zählt zu den einfachsten Methoden, um Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre zu binden und so der globalen Erwärmung entgegen zu wirken. Bäume sind die Lungen der Erde, filtern unsere Luft und sind Lebensraum für Tiere.

Für uns haben diese Ziele perfekt mit unserem Nachhaltigkeitsgedanken zusammengepasst.

Thailand Tempel Guide

Der ultimative Thailand- Tempel- Guide

Okay, wenn man was in Thailand besichtigen kann, dann ja wohl Tempel. Es gibt kleine, große und riesige. Welche aus Holz, Stein und Gold. Ich glaube es braucht zwei Leben, um alle Tempel zu sehen. Aber immer wenn ich durch einen Tempel gehe und die unfassbare Schönheit bestaune (unglaublich, dass diese Dinge aus Menschenhand stammen), frage ich mich, was genau ich da sehe. Also klar, einen goldenen Buddha. Aber warum sitzt der oder steht er? Was bedeuten die Schalen, die einzelnen Gebäude dieser Tempelanlage?

Um diese Fragen zu klären, habe ich recherchiert und folgende Dinge zusammengetragen:

 

Zum grundsätzlichen Aufbau einer Tempelanlage

Der Tempel wird in Thailand „Wat“ genannt. Wats deren Name mit „Rat“, „Racha“, oder „Maha“ beginnen, meist mit der Silbe „Phra“ davor, wurden von Königen finanziert und enthalten sehr besondere Reliquien.

Je nach Entstehungszeit und ort hat der Tempel besondere Gegebenheiten. Meistens ist der Tempel eine Ansammlung von verschiedenen Gebäuden und die gesamte Anlage dann von einer Mauer umgeben. Die Grundstruktur teilt sich aber bei allen Tempeln in zwei Teile: Phuttawat (dem Buddha geweihter Teil) und Sanghawat ( der Wohnbereich der Mönche)

 

 

Chedi

Noch bevor man das Gelände betrifft, sieht man meist schon von weitem die Chedi (oder Pagode). Das ist das meist goldenen, kegelförmige und sehr hohe Gebäude. Es ist nach den vier Himmelsrichtungen ausgelegt und beherbergt meist eine Reliquie (da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: von Haarlocke bis Fußabdruck ist alles dabei) und/oder wichtige Schriften von Buddha. Die Chedi wird Prang genannt, wenn sie im Stil der Khmer oder Ayutthaya gebaut wurde, wie z.B. der Prang des Wat Arun (das Wahrzeichen von Bangkok)

 

 

Bot

Der heiligste Bereich ist der Bot, den nur die Mönche betreten dürfen und wo sie ihre Zeremonien abhalten. Sie muss mindestens Platz für 21 Mönche haben. Das Gebäude zeigt immer nach Osten und die Bai Sema (8 Grenzsteine) markieren den geweihten Bereich. Der Eingang wird meist von Nagas bewacht, halb Schlangen, halb Drachen, die die bösen Geister abwehren sollen.

 

 

Wihan

Der Wihan ist das Gebäude, in dem man die Touristen, Gläubigen und Mönche an einem Ort findet. Von innen ist er meist ähnlich ausgestattet wie der Bot, ein Altar und Buddhafiguren finden sich dort. Hier gibt es nur keine Grenzsteine. Der ursprüngliche Zweck ist die Abhaltung von Zeremonien für Laien. Hier werden auch die Opfergaben dargebracht. Jede Opfergabe hat dabei ihre eigene Bedeutung. Hier die gängigsten:

Kerzen: stehen für Erleuchtung

Weihrauch-Duft: durchdringt wie die Lehren Buddhas das ganze Bewusstsein

Blumen: weisen auf Vergänglichkeit hin

Wasser: soll daran erinnern, dass die Lehre Buddhas einen Nutzen haben soll

Wichtig ist hier, die Etikette zu beachten. Angemessene Kleidung (Schultern und Beine verdecken) und Schuhe ausziehen!

 

Kleiner Exkurs: Wieso muss man die ganze Zeit die Schuhe ausziehen?

Vor allem aus hygienischen Gründen, man soll keinen Dreck von draußen reintragen, da normalerweise immer auf dem Boden gesessen und dort gegessen wird. Es hat natürlich auch noch eine spirituelle Bedeutung. Man sagt, wenn man die Türschwelle (auf die man nie drauftreten sollte), mit Schuhen übertritt, tritt man den Hausgeist und die Gastfreundschaft der Bewohner mit Schuhen. Schuhe ausziehen symbolisiert Vertrauen.

 

 

Salas

Dann findet man noch die Salas, Pavillione in denen die Gläubigen Schatten finden, Platz für Gespräche oder Zeremonien im Freien ist.

 

 

Ho Trai

In der Ho Trai findet sich die Bibliothek. Sie steht meist auf drei Meter hohen Stelzen und ist von einem Teich umgeben, damit so Ameisen und Feuchtigkeit abgehalten werden, die die wertvollen Schriften zerstören könnten.

 

 

Kutis

Kutis sind die Wohnungen der Mönche. Jeder Mönch hat ein eigenes Haus, das größte ist dem Abt vorbehalten. 

 

Hinzu kommen oft noch mehrere verschiedene Gebäude, die den jeweiligen Bestimmungen des Tempels angepasst sind (zum Beispiel Krematorien, Herbergen, Krankenstationen oder Ausnüchterungszellen). Ja richtig gelesen, Ausnüchterungszellen. Das Wat Tham Krabok (140 km von Bangkok entfernt) ist weltweit bekannt für seine erfolgreichen Drogenentzugstherapien.

Ich hoffe, wenn wir morgen den nächsten Tempel besichtigen, das ganze System etwas besser zu verstehen. Danach müssen wir uns mal mit dem Buddhismus an sich auseinander setzten, aber das steht auf einem anderen Blatt.